Das Projekt wird gefördert durch:

© 2019 KUMIN <3 ENKIDU

  • Facebook Social Icon

Über KuMiN

Das alljährliche Frühlingsfest sowie der Tag der Erde, welcher letztes Jahr in der Nordstadt stattgefunden hat, haben gezeigt, wie bunt und belebt die Straßen sein können und mit welcher Begeisterung die Bewohner*innen daran teilnahmen. Solche Feste vermögen es die Atmosphäre eines Stadtteils positiv zu beeinflussen und ermöglichen ein Zusammenkommen der Bevölkerung. Diesen positiven Effekt möchte KuMiN aufgreifen und durch einen Wochenmarkt in den Alltag der Bewohner*innen als festen Bestandteil der Nordstadt etablieren.
 
Neben dem Ziel ein Begegnungsort zu verwirklichen, beinhaltet KuMiN unterschiedliche Bildungsprogramme zu umweltrelevanten und globalisierungskritischen Themen. Im Fokus steht dabei die Wertschöpfungskette von Lebensmitteln in einer globalisierten Welt und den daraus resultierenden Problemen für die Umwelt. In einem einwöchigen Ferienprogramm mit Kindern und Jugendlichen wird dieses Thema aufgegriffen und gemeinsam in einem Comic dargestellt. Als eine Lösung werden regionale Versorgungsstruktur vorgestellt. Um nicht nur in der Theorie zu verharren, endet das Bildungsprogramm in der Realisierung eines regionalen Wochenmarktes „KuMiN“.
 
Weiterhin wird durch den Markt das bisher sehr geringe Angebot regionaler und biologisch erzeugter Lebensmittel in der Nordstadt erweitert. Mit der Entstehung des Marktes wird regionalen Erzeuger*innen die Direktvermarktung ihrer Produkte ermöglicht. Gleichzeitig erhoffen wir uns, durch die Vernetzung verschiedener Akteure im Feld der Ernährung, Synergieeffekte zu erzeugen, die die lokalen Versorgungsstrukturen stärken soll. Dadurch können umweltschädigende Effekte, z.B. durch lange Transportwege, gemindert werden.
 
Neben dem regionalen Lebensmittelangebot wird mit dem Wochenmarkt das Ziel verfolgt, den kulturellen Austausch zwischen den Einwohner*innen des Viertels zu fördern. Da in vielen Kulturen der Markt ein Ort der Begegnung und des Austausches ist, sehen wir die Etablierung eines kulturellen Wochenmarktes als Bereicherung für die Annäherung unterschiedlicher Kulturen. Wir möchten die Bewohner*innen dazu einladen, die Kultur ihrer Herkunftsländer mit uns zu teilen, z.B. über das Angebot traditioneller Speisen oder musikalischer Vorführungen. Ziel ist es, dass die Bewohner*innen das kulturelle Angebot selbst gestalten.
 
Bei der Umsetzung des Projekts KuMiN ist die Frage aufgekommen, wie es in einer transkulturellen Welt mit entsprechend diversen Essgewohnheiten möglich ist, primär auf Lebensmittel aus der Region zurückzugreifen. Dafür möchten wir in Zusammenarbeit mit essbare Stadt e.V. und dem Umwelt- und Gartenamt prüfen, welche landesfremden Pflanzen in Nordhessen kultivierbar wären. In dem Zusammenhang ist der internationale Garten im Quellbachtal entstanden, zu dem alle Bewohner*innen herzlich eingeladen sind.
 
Zusammengefasst besteht das Ziel von KuMiN darin, das Bewusstsein für die eigene Ernährung und die Lebensmittelbeschaffung zu stärken und die damit zusammenhängenden Klimaauswirkungen zu erkennen. Durch einen praxisnahen, künstlerischen und selbstgestalterischen Umgang mit den Inhalten, erhoffen wir uns, den eigenen Bezug zu der Thematik herstellen zu können. Gleichzeitig bietet die Bereitstellung klimaschonender Konsumoptionen - in Form eines regionalen Wochenmarktes - die Möglichkeit das eigene Konsumverhalten unmittelbar zu verändern und erleichtert damit die Überwindung der Diskrepanz zwischen Umweltbewusstsein und umweltbewusster Praxis.